G8 geht doch!
Kolbenfresser! hat Tom Buhrow in den tagesthemen moderiert. Das Turbo-Abi läuft nicht rund, Eltern, Lehrer und Schüler beschweren sich. Ein spannendes Thema, das so manchem Politiker im Wahlkampf auf die Füße fällt, weil es jeden angeht. Ein richtig gutes Thema also! Jetzt kippen die Kultusminister ein wenig Öl nach und hoffen, dass der Turbo doch [...]
Kolbenfresser! hat Tom Buhrow in den tagesthemen moderiert. Das Turbo-Abi läuft nicht rund, Eltern, Lehrer und Schüler beschweren sich. Ein spannendes Thema, das so manchem Politiker im Wahlkampf auf die Füße fällt, weil es jeden angeht. Ein richtig gutes Thema also! Jetzt kippen die Kultusminister ein wenig Öl nach und hoffen, dass der Turbo doch noch lädt. Mir fällt bei Turbo immer Porsche ein, bei Turbo-Abi alerdings Trabbi. Warum das? Na ja,… (more…)
Auf nach Afrika
„In Marokko bin ich erwachsen geworden.“ Das hat ein deutscher Diplomat einmal zu einer Freundin von mir gesagt. Er war als junger Mann Presseattaché an der Botschaft in Rabat. Marokko war sein erster Auslandseinsatz. Jetzt bin ich auf dem Weg dorthin. Gut möglich, dass auch ich dort erwachsen werde. Dass meine Persönlichkeit an den Erfahrungen [...]
„In Marokko bin ich erwachsen geworden.“ Das hat ein deutscher Diplomat einmal zu einer Freundin von mir gesagt. Er war als junger Mann Presseattaché an der Botschaft in Rabat. Marokko war sein erster Auslandseinsatz. Jetzt bin ich auf dem Weg dorthin. Gut möglich, dass auch ich dort erwachsen werde. Dass meine Persönlichkeit an den Erfahrungen dort wächst. Verändern dürfte es mich mit Sicherheit.31 Jahre bin ich alt und zum 1. April werde ich Studioleiter im ARD-Hörfunkstudio Rabat/Marokko. Letztes Jahr war ich noch Junior-Korrespondent im hr-Hörfunkstudio Washington. Und jetzt also Afrika. Was für eine Aufgabe! 21 Länder zählen zu meinem Berichtsgebiet. Der Maghreb (Algerien, Tunesien, Marokko) und die Länder Westafrikas. Vom Senegal bis nach Nigeria. Von Gabun bis zum Tschad. Ich soll über „wesentliche“ Entwicklungen in diesen Ländern berichten. So steht es in meinem Vertrag.„Wesentlich“ ist für die meisten Deutschen da unten in Afrika aber wenig. Will sagen: Wer weiß schon, wie der Präsident von Nigeria heißt? Warum sich Menschen in Pirogen setzen, um über die gefährliche See nach Spanien zu paddeln? Warum Al Kaida im islamischen Maghreb Zulauf hat? Ich werde immer wieder erklären müssen, warum uns das interessieren könnte.In Afrika passiert so viel Spannendes. Es gibt dort mutige Menschen, die versuchen, etwas zu bewegen. Die das Gerede vom verlorenen Kontinent satt haben und zeigen wollen, dass Afrika mehr ist als nur Kriege, Krankheiten und Katastrophen. Diese Menschen möchte ich treffen und über sie erzählen.Mein Weg nach Afrika beginnt hier und jetzt. Ein Kontinent, der auch für mich größtenteils noch Terra Incognita ist, den ich bisher vor allem aus Büchern und Erzählungen kenne. Ich steige jetzt in das Auto. Gemeinsam mit meinem Vater begebe ich mich auf die 3000-Kilometer-Reise. Eine langsame Reise Richtung Süden, eine Woche lang durch Deutschland, Frankreich, Spanien – hinüber nach Afrika. Ein langsamer Abschied von Europa, ein sanftes Annähern an Afrika. Auf geht’s!